Dehnungsstreifen

Egal ob durch schnelle Gewichtszunahme, intensiver Muskelaufbau oder das rasante Tempo des Älterwerdens – Dehnungsstreifen können jeden treffen. Aber was genau sind diese Hautveränderungen? Wie kannst du sie frühzeitig erkennen und wie lassen sie sich behandeln? Hier erfährst du mehr!

  • Dehnungsstreifen sind anfangs rosa-rötliche streifige Narben, die später abblassen.

  • Umgangssprachlich nennen wir sie auch Schwangerschaftsstreifen, da sie meist nach starker Gewichtszunahme wie in der Schwangerschaft auftreten.

  • Laser- oder Microneedling– Behandlungen können Dehnungsstreifen teilweise entfernen.

Dehnungsstreifen entfernen
Von Head of Cosmetics:

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Medizinisch geprüft von:

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Dehnungsstreifen: Einfach erklärt!

Dehnungsstreifen (Striae) sind streifenförmige Hautveränderungen. Medizinisch gesehen sind es Narben, die durch eine Überdehnung der Haut entstehen, nachdem die kollagenhaltigen Fasern im Gewebe reißen. Sie sehen aus wie leicht erhabene, zartrosa-rote oder bräunliche Linien – je nach Hauttyp. Im Laufe des Alterns können sie verblassen, aber bleiben ein Leben lang bestehen.

Hast du gewusst: Sie treten nicht an allen Körperstellen gleichermaßen auf, sondern dort wo das Unterhautfettgewebe besonders dicht ist. Wie zum Beispiel Brust, Oberschenkel oder das Gesäß. Neben einer genetischen Bindegewebsschwäche begünstigen folgende Faktoren die Entstehung von Dehnungsstreifen:

  • Schnelle Volumenzunahme (z.B.: in der Schwangerschaft)
  • Starke Gewichtszunahme
  • Hormonelle Schwankungen
  • Starker Muskelaufbau (Bodybuilding)

Wann Dehnungsstreifen zum Problem werden

In der Regel stellen Dehnungsstreifen kein medizinisches Problem dar. Sie sind oft ein kosmetisches Anliegen, wodurch sich Betroffene unwohl in ihrer Haut fühlen können, da sie meist an exponierten Stellen des Körpers auftreten. Aber beachte: Eine Stoffwechselerkrankung namens Cushing-Syndrom kann neben anderen Symptomen ebenfalls Dehnungsstreifen verursachen, weshalb sie in ganz seltenen Fällen auch Hinweise auf eine solche Erkrankung sein können.

Wodurch entstehen Dehnungsstreifen

Dehnungsstreifen entstehen durch eine schnelle und anhaltende Dehnung der Haut, wodurch Kollagenfasern reißen können. Zurückbleibt eine gedehnte narbige veränderte Haut. Dies hat nichts mit der Hautalterung an sich zu tun, sondern kann durch schnelles Wachstum während der Pubertät, Schwangerschaft oder plötzliche Gewichtszunahme verursacht werden. Dabei können sie sowohl Männer und Frauen gleichermaßen betreffen und treten häufig in Bereichen auf, in denen das Unterhautfettgewebe besonders dicht ist. Das heißt Dehnungsstreifen treten an Brüsten, Hüften sowie Oberschenkeln deutlich häufiger als an anderen Stellen auf.

Was sind erste Anzeichen

Eine leicht rosa bis rötliche, streifige Verfärbung der Haut kann ein erstes Anzeichen sein – jedoch nicht zu verwechseln mit Akne. Im Anfangsstadium sind die Streifen oft rau und erhaben, da die Haut gedehnt wurde. Später kann die Farbe abblassen und sich an den individuellen Hauttyp anpassen. Wichtig ist sie rechtzeitig zu erkennen, damit Maßnahmen ergriffen werden können, um sie nach Möglichkeit zu minimieren.

Wann sollten Dehnungsstreifen behandelt werden

Für gewöhnlich stellen Dehnungsstreifen kein medizinisches Problem dar und müssen somit auch nicht behandelt werden. Jedoch ist es absolut verständlich, dass manche Menschen aus optischen Gründen eine Behandlung wünschen, um ihre Haut von den narbigen Hautveränderungen zu befreien. Vor allem wenn du im Alltagsleben eingeschränkt bist, weil du dich nicht mehr traust, die betroffenen Stellen zu entblößen, kann eine Behandlung sinnvoll sein. Wichtig ist jedoch die Erwartungshaltung abzuklären. Denn meist sind mehrere Behandlungen notwendig, um die Streifen sichtbar zu reduzieren. Und Vorsicht: Eine vollständige Entfernung der Streifen ist leider mit keinem medizinischen Verfahren möglich.

Noch Fragen? Unser FAQ-Teil hat die Antworten!

Die effektivsten Behandlungen, um sie loszuwerden, sind Laseranwendungen, medizinische Microneedlings und eine der stärksten Behandlungen ist das Radiofrequenz-Needling (z.B.: Morpheus8). Alle Verfahren glätten die narbigen Streifen, um das Hautbild sichtbar zu verbessern. Bei GoAesthetic kombinieren wir ein tiefes medizinisches Microneedling mit einem lokalen Peeling. Dadurch haben wir einerseits den positiven Hautglättungseffekt des Peelings und andererseits eine Kollagenneubildung durch das Microneedling, wodurch die Haut zusätzlich gestrafft wird. Wichtig: Egal ob Laser oder unsere Kombination aus Microneedling plus Peeling, alle Behandlungen müssen 4-6 Mal wiederholt werden, um sichtbare Ergebnisse zu erzielen.

Obwohl du mit keiner Methode Dehnungsstreifen vollständig entfernen kannst, ist es möglich die Sichtbarkeit mit der Zeit zu reduzieren. Dies hängt jedoch von mehreren Faktoren ab. Dicke, Farbe und der individuelle Hauttyp stellen neben der Art der Behandlung die wichtigsten dar. Da Dehnungsstreifen Narben sind, ist die Behandlung ident zu narbigen Hautveränderungen. Eine Kombination aus Mikrodermabrasion, Kollageninduktion und intensiver Hautpflege kann die Streifen reduzieren. Wichtig: Eine 100% Entfernung von Dehnungsstreifen ist nach dem heutigen Stand der Medizin nicht möglich.

Dehnungsstreifen entstehen, wenn die Haut rasant gedehnt und in Folge die kollagenhaltigen Elastinfasern im Gewebe reißen. Das kann zum Beispiel durch schnelle Gewichtszunahme, Wachstumsschübe in der Pubertät, intensives Muskelaufbautraining oder die Schwangerschaft bedingt sein. Das Ergebnis: Es entstehen kleine Verletzungen der Haut, die sich zu Dehnungsstreifen entwickeln können. Deshalb sind sie medizinisch gesehen Narben und keine Falten oder Pigmentveränderungen.

Die schlechte Nachricht vorweg: Ähnlich wie bei Aknenarben lassen sich Dehnungsstreifen nie zu 100% entfernen. Das ist unmöglich. Jedoch können Microneedlings, chemische Peelings und das Lasern von Dehnungsstreifen dazu beitragen die Sichtbarkeit zu reduzieren. Die Dauer bis sich die streifigen Hautveränderungen minimieren, kann sehr unterschiedlich sein und hängt von mehreren Faktoren ab. Hautdicke, Farbe der Streifen und dein persönlicher Hauttyp sind nur einige davon. Durchschnittlich lässt sich nach 4-6 Behandlungen eine sichtbare Reduktion der Dehnungsstreifen erreichen. Wichtig: Eine frühzeitige Behandlung erzielt die besten Ergebnisse.

Weitere Fragen? Einfach einen persönlichen Beratungstermin online vereinbaren.

Quellenangaben

Letzte Aktualisierung: 16.01.2024