Reife Haut

Reife Haut ist wie eine Leinwand, die deine Lebensgeschichte erzählt. Doch was genau lässt reife Haut alt aussehen, und wie sorgst du dafür, dass sie wieder strahlt? Das und mehr findest du hier.

  • Die natürliche Hautalterung ist zwar nicht aufzuhalten. Dein Lebensstil und deine Pflegegewohnheiten haben aber Einfluss darauf, ab wann und wie stark sich die typischen Anzeichen reifer Haut einstellen.

  • Reife Haut profitiert von einer täglichen Basispflege mit Feuchtigkeitscreme und Sonnenschutz. Spezielle Anti-Aging-Wirkstoffe können dein Hautbild weiter verbessern.

Reife Haut - Ursache und Pflege
Von Head of Cosmetics:

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Medizinisch geprüft von:

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Reife Haut

Wie sieht reife Haut aus?

Während jugendliche Haut frisch, prall und straff wirkt, verliert reife Haut zunehmend an Festigkeit und Elastizität. Das führt zunächst zu feinen Linien und Fältchen, später zu Falten und schlaffen, hängenden Hautpartien.

Reife Haut ist oft auch trocken und kann daher matt und schuppig aussehen. Im höheren Alter wirkt sie mitunter zigarettenpapierartig dünn. Auch die Pigmentierung wird ungleichmäßig: Vor allem sonnenexponierte Hautstellen wie Gesicht, Dekolleté und Hände sind oft von kleineren oder größeren Altersflecken übersät. Auch Rötungen oder sichtbar erweiterte Äderchen können auftreten.

Waren Hautbereiche oft und intensiv der Sonne ausgesetzt, dann wirken sie unter Umständen dicker, fast lederartig gegerbt. Oft graben sich an diesen Stellen tiefe, grobe Falten in die Haut ein.

Wie entsteht reife Haut?

Manche dieser Anzeichen hast du im Badezimmerspiegel vielleicht schon bemerkt. Doch was genau passiert da unter der Oberfläche deiner Haut?

Typische Alterungsprozesse in reifer Haut

Würdest du reife Haut unter dem Mikroskop betrachten, könntest du sehen: Die Hautschichten sind insgesamt dünner und das Fettgewebe der Unterhaut hat sich zurückgebildet. Auch die Kollagen- und Elastinfasern, die der Haut Festigkeit und Elastizität verleihen, werden weniger und erschlaffen.

In den Hautzellen selbst summieren sich viele kleine und größere Veränderungen. Die Mitochondrien, die Kraftwerke deiner Zellen, arbeiten nicht mehr so effektiv. Einmal entstandene Schäden im Erbmaterial kann der Körper nun zunehmend schwerer reparieren.

Insgesamt verlangsamen sich viele Stoffwechselprozesse. Die Regeneration der Haut dauert länger, und auch die Aktivität der Talg- und Schweißdrüsen nimmt ab. In der Folge verfügt reife Haut oft über weniger schützende Hautfette und kann Feuchtigkeit schlechter binden.

Hautalterung hat innere und äußere Ursachen

Aber was führt zu diesen Veränderungen? Zum Teil sind uns die Alterungsprozesse der Haut in die Wiege gelegt, man spricht auch von der inneren oder intrinsischen Hautalterung. Dazu kommen äußere Einflüsse: UV-Strahlung, Rauchen und andere Umweltgifte sorgen dafür, dass die Haut früher oder schneller altert. Leider erhalten wir die Quittung oft erst viele Jahre später. Mehr darüber erfährst du in unserem Artikel zur Hautalterung.

Risikofaktoren reifer Haut: worauf man bei vorzeitiger Hautalterung achten sollte?

Die Haut ist also oft Kronzeuge unseres Lebensstils. Das bedeutet umgekehrt: Wir haben sehr wohl Einfluss darauf, wie tief sich die Spuren der Zeit in unsere Haut eingraben. Es gibt einige Risikofaktoren, die erwiesenermaßen zur vorzeitigen Hautalterung beitragen:

  • UV-Strahlung: Als der mit Abstand wichtigste Faktor ist UV-Strahlung zu nennen. Vermeide daher ausgedehnte Sonnenbäder und schütze deine Haut im Freien konsequent mit einem ausreichend hohen Lichtschutzfaktor. Am besten beginnst du damit bereits in jungen Jahren.
  • Rauchen: Zigarettenrauch trägt zu mehr und tieferen Gesichtsfalten bei. Wie Zwillingsstudien gezeigt haben, hinterlassen bereits fünf Jahre Rauchen deutliche Spuren im Gesicht. Vermeide nach Möglichkeit auch das Passivrauchen.
  • Ernährung: Ernährst du dich nur von Burger, Pizza & Co, lässt das deine Haut schneller alt aussehen. Greife daher zu möglichst unverarbeiteten Produkten. In buntem Gemüse und Obst stecken neben Vitaminen und Mineralstoffen viele wertvolle Antioxidantien, die deiner Haut helfen, Zellschäden zu reparieren. Vergiss auch nicht, reichlich stilles Wasser zu trinken. So beugst du dehydrierter Haut vor.
  • Alkohol: Regelmäßiger Alkoholkonsum schädigt neben vielen anderen Organen auch die Haut. Gegen ein gelegentliches Gläschen Wein ist natürlich nichts einzuwenden.
  • Schlafmangel: Chronischer Schlafmangel lässt deine Haut müde aussehen. Tatsächlich ist guter Schlaf eine Art Jungbrunnen, weil viele Regenerationsprozesse erst so richtig in Schwung kommen, während du friedlich schlummerst.

Natürlich kann ein gesunder Lebensstil die Hautalterung nicht wieder umkehren. Hinauszögern und verlangsamen lässt sich der Prozess aber sehr wohl.

Reife Haut: Die richtige Reinigung

Reife Haut hat besondere Ansprüche, wenn es um die Reinigung geht. Weil sie oft trocken und manchmal empfindlich ist, setzen ihr Wasser und ungeeignete Reinigungsmittel umso mehr zu. Halte dich daher an folgende Grundregeln:

  • Nicht zu häufig waschen: Natürlich solltest du deine Haut regelmäßig von Staub, Schweiß, Hautschüppchen und Make-up befreien. Es reicht aber, dein Gesicht morgens und abends zu waschen und (maximal) einmal täglich zu duschen.
  • Die richtigen Produkte wählen: Greife zu seifenfreien Produkten, die oft auch als Waschsyndets bezeichnet werden. Sie sind durch ihren neutralen bis leicht sauren pH-Wert hautverträglicher. Oft werden sie mit pflegenden und rückfettenden Zusätzen wie Glycerin, natürlichen Ölen oder Lanolin angereichert. Bevorzuge generell Produkte ohne Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe, die deine Haut reizen können.
  • Lauwarmes Wasser verwenden: Heißes Wasser entfettet deine Haut noch stärker. Gewöhne dir daher an, dich mit höchstens 35° warmen Wasser zu waschen oder zu duschen.
  • Nur kurz duschen oder baden: Eine 5-minütige Dusche ist besser für deine Haut als ein ausgedehntes Vollbad. Gelegentliches Baden darf natürlich sein, wenn es der Seele gut tut.
  • Nicht rubbeln: Verwende keine rauen Schwämme oder Bürsten und tupfe nasse Haut mit einem weichen Handtuch trocken, anstatt zu reiben.
  • Danach sofort eincremen: Für eine optimale Pflegewirkung solltest du deine Haut unmittelbar nach dem Waschen oder Duschen eincremen.

Reife Haut: Die richtige Pflege

Hautalterung ist ein Thema, das auf uns alle zukommt. Zeitschriften und Internet sind daher voll von Ratschlägen zur richtigen Pflege reifer Haut. Doch was davon ist wirklich sinnvoll?

Der Start: Typgerecht pflegen

Zunächst ist festzuhalten: „Die“ optimale Pflege für reife Haut gibt es nicht. Denn genauso wie in jüngeren Jahren hat deine Haut ganz individuelle Bedürfnisse. Zwar ist reife Haut oft trocken und empfindlich, doch nicht wenige Menschen haben auch mit 50 oder 60 Jahren noch fettige Haut oder Mischhaut im Gesicht. Selbst vor Hautunreinheiten oder Akne schützt das Älterwerden nicht immer.

Die besten Ergebnisse erzielst du daher mit Pflegeprodukten, die auf deinen individuellen Hauttyp abgestimmt sind.

Das Pflichtprogramm: Sonnenschutz und Feuchtigkeitscreme

Moisturizer, Gesichtswasser, Serum, Tonikum, Peeling, Maske, Augencreme und mehr – stehst du auch oft ein bisschen ratlos vor den Drogeriemarkt-Regalen?

Dann lass dir gesagt sein: Die wahren Helden unter den Anti-Aging-Produkten sind Sonnenschutz- und Feuchtigkeitscreme. Fachleute sind sich einig, dass dies die zwei wirksamsten Produkte sind, die du kaufen kannst. Ihre tägliche Anwendung macht sich wirklich bezahlt.

Eine gute Feuchtigkeitscreme plustert die oberste Hautschicht etwas auf und hilft so, feine Linien und Fältchen zu reduzieren. Sie stabilisiert außerdem deine Hautschutzbarriere, die für gesunde Haut essenziell ist. Bei trockener Haut sollte deine Feuchtigkeitscreme zusätzlich rückfettende Inhaltsstoffe wie Ceramide, Squalene oder natürliche Öle enthalten.

Beim Sonnenschutz sind folgende Kriterien wichtig:

  • Breites Spektrum (Schutz vor UVA- und UVB-Strahlung)
  • Lichtschutzfaktor 30 oder höher
  • Frei von Duftstoffen
  • Nicht komedogen. Das heißt: Er sollte keine Mitesser (= Komedonen) verursachen. Dies ist besonders bei Gesichtscremes wichtig.

Schütze sämtliche sonnenexponierte Hautstellen, wenn du aus dem Haus gehst, und vergiss dabei auch nicht auf Hals, Nacken und Hände.

Die Kür: Anti-Aging-Wirkstoffe

Du möchtest noch mehr tun, um deine Haut jugendlich frisch zu erhalten? Unter dem Schlagwort „Anti-Aging“ haben sich Kosmetikhersteller einiges einfallen lassen. Doch hier heißt es realistisch bleiben: Auch die besten Cremes und Seren können die Spuren der Zeit nicht völlig zum Verschwinden bringen.

Aus wissenschaftlicher Sicht müssen kosmetische Wirkstoffe strenge Kriterien erfüllen, um sich als Anti-Aging-Werkzeuge zu qualifizieren. Die höchste Beweiskraft haben dabei Studien, bei denen einzelne Wirkstoffe im Vergleich zu einer wirkstofffreien Creme getestet werden.

Einige kosmetische Wirkstoffe haben diese Hürde genommen. Zum Beispiel:

  • Retinol (eine Vitamin-A-ähnliche Substanz)
  • L-Ascorbinsäure (Vitamin C)
  • Hyaluronsäure
  • Niacinamid (Vitamin B3)

Du kennst Pflegeprodukte mit diesen Inhaltsstoffen vielleicht aus der Werbung oder hast sie bereits selbst verwendet.

Tiefe Falten bleiben von solchen Wirkstoffen allerdings unbeeindruckt. Hier braucht es schon medizinisch-ästhetische Behandlungen, um sichtbare Veränderungen zu erzielen.

Was ist bei der Anwendung von Anti-Aging-Kosmetika zu beachten?

Wenn du Anti-Aging-Kosmetika verwenden möchtest, dann halte dich an folgende Grundregeln:

  • Beginne mit einem Produkt. Wenn du mehrere Produkte zugleich verwendest, riskierst du Hautirritationen. Das lässt deine Haut womöglich älter aussehen.
  • Beobachte die Reaktion deiner Haut. Manche Anti-Aging-Produkte können trockene oder empfindliche Haut reizen. Wenn du Rötungen bemerkst oder deine Haut zu jucken oder brennen beginnt, dann stoppe die Anwendung. Teste neue Produkte bei empfindlicher Haut erst am Innenarm, bevor du sie im Gesicht verwendest.
  • Gib dem Produkt Zeit. Es kann einige Wochen oder sogar Monate dauern, bis du sichtbare Resultate erzielst.

Bist du dir unsicher, welches Produkt das richtige ist? Durch eine individuelle Hautanalyse lassen sich Wirkstoffe noch gezielter auswählen. Gerne beraten wir dich dazu in unserer Praxis.

Noch Fragen? Unser FAQ-Teil hat die Antworten!

Reife Haut zeigt sichtbare Anzeichen der Hautalterung: Sie verliert an Spannkraft, wirkt vielleicht dünner und trockener, die Pigmentierung wird ungleichmäßiger. Ab wann sich die typischen Merkmale reifer Haut einstellen, hängt von der individuellen Veranlagung und dem Lebensstil ab.

Die Haut ist im Alter oft trockener und empfindlicher. Sie braucht daher eine besonders schonende Reinigung und eine konsequente Pflege. Die wichtigsten Basisprodukte sind Feuchtigkeits- und Sonnenschutzcreme. Außerdem solltest du reife Haut auch „von innen“ gut versorgen, also viel trinken und auf eine gesunde Ernährung achten.

Pflegecremes für reife Haut sollten neben rückfeuchtenden auch rückfettende und hautpflegende Wirkstoffe enthalten. Gute Inhaltsstoffe sind beispielsweise Urea, Glycerin, Hyaluronsäure oder Niacinamid. Generell sollte die Zusammensetzung auf deinen aktuellen Hautzustand abgestimmt sein.

Weitere Fragen? Einfach einen persönlichen Beratungstermin online vereinbaren.

Quellenangaben

Letzte Aktualisierung: 16.05.2024