Mischhaut

Manchmal kann sich unsere Haut einfach nicht entscheiden: Sie gibt sich trocken und fettig zugleich. Weil Mischhaut sehr unterschiedliche Bedürfnisse in sich vereint, wird ihre Pflege oft zum Balance-Akt. Wir erklären dir, woran du Mischhaut erkennst und wie du ihren Ansprüchen gerecht wirst.

  • Mischhaut bedeutet, dass du im Gesicht sowohl trockene als auch fettige Hautpartien hast.

  • Bei der Pflege von Mischhaut ist es wichtig, den jeweiligen Hautzustand zu beachten. Du brauchst möglicherweise verschiedene Pflegeprodukte für trockene und fettige Hautstellen.

Mischhaut - Ursachen und Pflege
Von Head of Cosmetics:

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Medizinisch geprüft von:

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Mischhaut

Wie sieht Mischhaut aus?

Mischhaut lässt sich daran erkennen, dass deine Gesichtshaut nicht überall gleich aussieht: Manche Hautstellen sind trocken, andere deutlich fettiger.

  • Trockene Hautstellen (meist Wangen und Augenbereich) wirken eher matt und glanzlos. Sie sind normalerweise frei von Hautunreinheiten. Die Haut sieht feinporig aus und neigt um die Augen vielleicht zu Fältchen. Sehr trockene Haut kann sich rau oder schuppig anfühlen, oft reagiert sie empfindlich auf äußere Einflüsse.
  • Fettige (ölige) Hautstellen (meist Stirn, Nase und Kinn) weisen einen öligen Glanz auf und fühlen sich leicht klebrig an. Sie haben oft vergrößerte Poren und können zu Hautunreinheiten wie Mitessern oder Pickeln neigen.

Falls du dir unsicher bist, dann nimm ein Stück Papier und drücke es sanft auf deine Gesichtshaut. Hinterlässt der Stirnbereich einen deutlich fettigen Abdruck, während an den Wangen kaum Fett am Papier zurückbleibt? Dann hast du wahrscheinlich Mischhaut.

Wie entsteht Mischhaut?

Mischhaut entsteht durch ein Ungleichgewicht in der Talgproduktion: In einigen Bereichen wie Stirn und Nase sind die Talgdrüsen sehr zahlreich und aktiv, während es ihre Kollegen an den Wangen eher ruhig angehen. Deshalb sind manche Hautbereiche mit Talg überversorgt und andere unterversorgt.

Zum Teil liegt das an der ganz natürlichen, angeborenen Verteilung der Talgdrüsen. Doch es gibt auch eine Reihe weiterer Faktoren, die deine Tendenz zur Mischhaut verstärken können:

  • Alter: Reife Haut ist tendenziell trockener. Aus fettiger Haut im Jugendalter kann daher später Mischhaut werden. Wer umgekehrt schon in jungen Jahren Mischhaut hat, entwickelt später oft trockene Haut.
  • Jahreszeit: Bei Kälte wird die Haut generell trockener, bei Hitze fettiger. Deshalb hast du vielleicht im Winter Mischhaut, während du im Sommer zu fettiger Haut neigst.
  • Lebensstil: Auch Faktoren wie deine Ernährung können sich auf die Talgproduktion und damit auf dein Hautbild auswirken.
  • Pflege: Die richtige Hautpflege wirkt bei Mischhaut ausgleichend – mehr dazu erfährst du unten. Ungeeignete Produkte können dagegen die Fettigkeit oder Trockenheit verschiedener Hautpartien sogar verstärken.

Wann wird Mischhaut zum Problem?

Wenn du Mischhaut hast, weißt du wahrscheinlich: Es kann schwierig sein, den unterschiedlichen Bedürfnissen deiner Haut gerecht zu werden. Die reichhaltige Pflegecreme, die deinen trockenen Wangen gut tut, lässt auf deiner Stirn die Pickel sprießen. Das Gesichtswasser, das gegen Pickel hilft, bringt wiederum deine trockenen Wangen zum Erröten. Wenn du hier nicht sehr feinfühlig auf die Bedürfnisse deiner Haut achtest, kann es immer wieder zu Hautproblemen kommen.

Generell neigen fettige Hautstellen zu Hautunreinheiten oder sogar zu Akne. Trockene Haut hat dagegen oft eine schwächere Hautbarriere. Das macht sie anfälliger für Hautirritationen bis hin zu Ekzemen. Auch typische Anzeichen von Hautalterung wie Linien, Gesichtsfalten und Altersflecken treten bei trockener Haut oft früher auf.

Fettige Haut: Die richtige Reinigung

Bei der Reinigung von Mischhaut solltest du Folgendes beachten:

  • Trockene Hautstellen darfst du nicht zu stark entfetten, weil du sonst ihre Barrierefunktion schwächst.
  • Fettige Hautstellen profitieren dagegen von klärenden Produkten, die übermäßigen Talg entfernen und so Hautunreinheiten vorbeugen.

Wie also gehst du vor? Wenn deine Mischhaut gering ausgeprägt ist und wenig zu Hautunreinheiten neigt, dann verwende einfach ein Reinigungsgel oder eine leichte Reinigungsmilch – aber kein Produkt auf Ölbasis. Das Produkt sollte mild und auf den natürlichen pH-Wert der Haut eingestellt sein. Reinige dein Gesicht damit zwei Mal täglich, morgens und abends.

Falls deine T-Zone stark fettet und du mit Unreinheiten kämpfst, kann ein zusätzliches Produkt für fettige Haut sinnvoll sein. Gut geeignet sind etwa Gesichtsreiniger mit Zusätzen wie Salicylsäure, die leicht abschälend wirken und einen entzündungshemmenden Effekt haben. Achte darauf, dass du diese Produkte wirklich nur dort auftupfst, wo deine Haut zu viel Talg produziert.

Benutze jedoch keine zu stark entfettenden Produkte, etwa solche mit hohem Alkoholgehalt. Sie können die Extreme deiner Haut sogar noch verstärken. Denn sie trocknen deine Wangen noch mehr aus, während fettige Hautstellen oft umso stärker nachfetten. Die Folge: Deine Haut gerät komplett aus dem Gleichgewicht.

Mischhaut: Die richtige Pflege

Genauso wie bei der Reinigung solltest du auch bei der Pflege die sehr unterschiedlichen Bedürfnisse deiner Haut ausbalancieren. Am besten gelingt das, wenn du zwei verschiedene Pflegeprodukte kombinierst, die zum jeweiligen Hauttyp passen:

  • Trockene Hautstellen brauchen eine reichhaltigere Pflege mit rückfettenden Wirkstoffen, um die Hautbarriere zu unterstützen.
  • Fettige Hautstellen brauchen kein zusätzliches Fett, wohl aber Feuchtigkeit. Lass die Feuchtigkeitscreme daher nicht einfach weg, verwende aber ein Produkt mit dem Hinweis „nicht-komedogen“. Das bedeutet, dass es keine Hautunreinheiten fördert.

Bei der Anwendung hast du zwei Möglichkeiten: Du kannst die beiden Pflegeprodukte entweder aufeinander schichten oder getrennt anwenden. Wenn du dich für die erste Variante entscheidest, dann trage zuerst die Feuchtigkeitscreme im ganzen Gesicht auf und lass sie einziehen. Anschließend cremst du die trockene Wangen- und Augenpartie mit einer rückfettenden Gesichtscreme nach. Alternativ wendest du die beiden Produkte einfach getrennt an.

Generell solltest du deine Haut immer aufmerksam beobachten und die Pflege anpassen, falls sich der Hautzustand ändert. Bedenke, dass deine Mischhaut im Sommer vielleicht zu fettiger Haut und im Winter eher zu trockener Haut tendiert.

Weitere Pflegetipps findest du auch in unseren Ratgebern zu trockener Haut und fettiger Haut.

Noch Fragen zur Mischhaut? Unser FAQ-Teil hat die Antworten!

Mit Mischhaut ist gemeint, dass dein Gesicht sowohl fettige als auch trockene Hautpartien aufweist. Meistens sind Stirn, Nase und Kinn eher fettig, die Wangen und der Augenbereich dagegen trockener.

Bei Mischhaut sind im Gesicht verschiedene Hautzustände zu erkennen: Fettige Hautstellen wie Stirn, Nase und Kinn wirken ölig und glänzen. Vielleicht treten in diesen Bereichen auch Hautunreinheiten wie Mitesser und Pickel auf. Daneben gibt es trockene Hautstellen wie die Wangen, die matt aussehen, also nicht glänzen. Möglicherweise sind sie sogar rau, schuppig oder leicht gerötet.

Nein, das sind unterschiedliche Hauttypen: Mischhaut bedeutet, dass du im Gesicht sowohl trockene als auch fettige Hautpartien hast. Oft sind Stirn, Nase und Kinn fettig, die Wangen eher trocken. Unreine Haut dagegen zeichnet sich durch Mitesser und Pickel aus.

Es kann aber leicht passieren, dass du Mischhaut mit generell unreiner Haut verwechselst, weil die fettigen Hautstellen zu Unreinheiten neigen können. Achte genau darauf, ob Mitesser oder Pickel im ganzen Gesicht auftreten oder vielleicht nur im Stirn- und Kinnbereich. Wenn deine Wangen pickelfrei sind und matt (also nicht glänzend) wirken, hast du wahrscheinlich Mischhaut.

Bei der Pflege von Mischhaut ist es wichtig, die unterschiedlichen Bedürfnisse von trockenen und fettigeren Hautstellen zu beachten. Das heißt: Du brauchst wahrscheinlich verschiedene Reinigungs- und Pflegeprodukte für trockene Haut und für fettige Haut, die du nach Bedarf verwendest. Dabei solltest du immer genau auf den aktuellen Hautzustand achten, denn manchmal verändert sich deine Haut mit den Jahreszeiten.

Weitere Fragen? Einfach einen persönlichen Beratungstermin online vereinbaren.

Quellenangaben

Letzte Aktualisierung: 02.06.2024